Ich bin Angela, ehemalige Lehrerin, Mutter, Wegbegleiterin und Lernende - vor allem aber Mensch, der zutiefst an das Potenzial glaubt, zu dem wir als Kinder natürlich Zugang hatten und das immer noch in jedem von uns schlummert.
Lange Zeit habe ich versucht, den Erwartungen und Bedürfnissen anderer gerecht zu werden.
Ich habe mich angepasst, nach Orientierung gesucht und bin Ratschlägen gefolgt. Ich wollte es richtig machen, die richtigen Entscheidungen treffen und immer wissen, was der beste Weg ist.
Mit der Zeit habe ich dabei immer mehr die Stimmen anderer Menschen über meine eigene gestellt.
Ich habe in Büchern gesucht, in Ausbildungen, Konzepten, Methoden und bei Menschen, die scheinbar Antworten auf die Fragen hatten, die mich bewegt haben.
Doch je mehr ich im Außen nach Sicherheit gesucht habe, desto gestresster und unsicherer wurde ich.
Je mehr ich versucht habe, mich zu verbessern oder die richtige Lösung zu finden, desto weiter habe ich mich von mir selbst entfernt.
Als Lehrerin habe ich diese Dynamik auf eine andere Weise wieder erlebt.
Immer wieder habe ich Kinder begleitet, die nicht in die vorgegebenen Raster gepasst haben. Kinder, deren Stärken ich sehen konnte, obwohl sie den Erwartungen oder Bewertungen nicht entsprochen haben.
Oft habe ich gespürt, dass mehr in ihnen steckt, als das, was sichtbar war.
Und gleichzeitig habe ich erlebt, wie stark wir dazu neigen, Menschen anhand von Normen, Konzepten und Vorstellungen zu beurteilen.
Besonders zwei Schüler haben mich stark geprägt.
Ihr Verhalten hat nicht nur mich, sondern auch die anderen Kinder immer wieder an unsere Grenzen gebracht. Alle Ratschläge, Ideen, Lösungsvorschläge und Unterstützungsangebote von außen brachten keine großartige Veränderung.
Irgendwann bin ich an einen Punkt gekommen, an dem mir niemand mehr sagen konnte, was zu tun ist.
Ich hatte das Gefühl, dass mir im Außen niemand mehr weiterhelfen konnte.
Und plötzlich blieb nur noch eine Entscheidung:
Aufgeben oder
meiner eigenen Wahrnehmung vertrauen.
Zum ersten Mal habe ich aufgehört, nach der nächsten Antwort im Außen zu suchen und begonnen, auf das zu hören, was ich selbst gesehen, gefühlt und intuitiv gewusst habe.
Diese Erfahrung hat mein Leben verändert.
Nicht, weil von diesem Moment an alles leicht geworden ist, sondern weil ich begonnen habe, meiner eigenen inneren Stimme wieder zu vertrauen.
Heute begleite ich Menschen auf ihrem Weg zurück zu sich selbst.
Nicht, weil ich ihre Antworten kenne, sondern weil ich erlebt habe, wie kraftvoll es sein kann, wenn wir aufhören, ständig nach Orientierung im Außen zu suchen und beginnen, uns selbst zuzuhören und unserer eigenen inneren Stimme zu folgen.
Was wir brauchen sind Räume, in denen wir uns sicher genug fühlen, um all’ das auszudrücken, was in uns ist. Räume, in denen wir zur Ruhe kommen und das riesengroße Potenzial zeigen und entfalten können, das in uns steckt.