Unterdrückte GEFÜHLE UND GLAUBENSMUSTER - Die Ursache vieler Probleme

Unser Alltag wird immer schnelllebiger und die Impulse, die von außen auf uns einwirken, immer zahlreicher. 
 
Nicht nur wir Erwachsenen erlauben uns kaum noch Zeiten der Stille - auch oder gerade Kinder und Jugendliche lassen sich permanent berieseln und sind immer auf der Suche nach neuen Reizen. 
 
Je stärker wir uns diesen äußeren Einflüssen aussetzen, desto weniger sind wir in der Lage wirklich zu fühlen, uns selbst zu spüren. Hinzu kommt, dass wir seit Generationen gelernt haben, dass nicht alle Gefühle gleichermaßen erwünscht sind. Die wenigsten Menschen weinen gerne in der Öffentlichkeit, über das Thema Tod wird kaum noch gesprochen und aggressives Verhalten wird schon bei kleinen Kindern unterbunden oder sogar bestraft. 
 
Die Folgen dieser unterdrückten, nicht ausgelebten Gefühle zeigen sich meist erst im Laufe unseres Lebens, wenn das Fass überläuft, in körperlicher und/ oder seelischer Gewalt, Depressionen, körperlichen Beschwerden und Krankheiten - bei jedem Einzelnen und letztendlich auch im Kollektiv. Behandelt und bekämpft werden meistens nur die Symptome. 
 
Die äußeren Einflüsse können wir kaum verändern. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir lernen mit ihnen umzugehen. Wir brauchen mehr denn je Orte der Ruhe und Möglichkeiten unsere Gefühle zu fühlen und auszuleben. Sie sind ein wichtiger Teil von uns und Teil des Lebens. Wie sollen wir Freude empfinden, wenn wir Leid nicht kennen? 
 
Je älter wir werden, desto schwerer fällt es uns, unsere Gefühle auszuleben. Wir haben gelernt, dass viele dieser Gefühle unerwünscht sind. In der Öffentlichkeit schreit man nicht herum, weinende Jungen oder Männer sind Weicheier und über den Tod spricht man nicht. Damit wir diese unerwünschten Gefühle nicht fühlen müssen, tun wir alles, um sie zu unterdrücken. Wir lassen uns berieseln und konsumieren. „Nur nicht auffallen“ ist einer der Glaubenssätze, den die meisten von uns in sich tragen. Wenn wir unsere Gefühle zeigen, könnten wir dadurch auffallen und verletzlich sein. 
Alle unsere Überzeugungen und Glaubensmuster haben sich so über Generationen entwickelt. Sie sind dafür verantwortlich, dass wir uns ständig selbst begrenzen und immer mehr Ängste entwickeln, die wir dann wieder an unsere Kinder weitergeben. 
 
Wenn es uns gelingt, diesen Kreislauf zu durchbrechen und alle unsere Gefühle zuzulassen, damit das Fass nicht überläuft, wird nicht nur jeder Einzelne von uns zufriedener und glücklicher sein. Der innere Frieden wird sich auch in der Gesellschaft zeigen.